Zum Energiesparen gibt es gute Gründe. Den Klimaschutz und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen oder einfach nur Kosten senken. Sie als Mieter oder Eigentümer von Wohnung oder Haus haben hierzu etliche Möglichkeiten. Rapiro sagt Ihnen wie:

Das größte Einsparpotenzial liegt bei privaten Haushalten im Bereich der Heizung und des Warmwassers.

Der Anteil der Heizenergie am gesamten Energieverbrauch in Haus und Wohnung liegt zwischen 70 und 90 Prozent. Um Heizenergie zu sparen sind drei Maßnahmen von Bedeutung:

  • Austausch der Heizung

  • Optimierungsmaßnahmen am bestehenden System und

  • Verhaltensänderungen

Austausch der Heizung

Sie hält Ihnen seit Jahren die Treue und hat schon die eine oder andere Krise überstanden? Das kommt Sie aber teuer zu stehen. Sie sollten darüber nachdenken, Ihre alte Heizung gegen eine moderne Anlage auszutauschen. Denn dadurch können Sie viel Geld sparen – und das Klima schonen.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Sie können Ihre alte Öl- oder Gasheizung zum Beispiel durch einen modernen Öl- und Gas-Brennwertkessel ersetzen. Während bei herkömmlichen Kesseln der Wasserdampf der Abgase ungenutzt durch den Schornstein entweicht, nutzen diese Modelle die darin versteckte Wärmeenergie. Damit sind sie deutlich sparsamer – und ihr Einbau rechnet sich dank der geringeren Energiekosten oft schon nach sieben bis zehn Jahren. Gleichzeitig schonen sie das Klima: Denn sie produzieren deutlich weniger Treibhausgase.

Und wenn ich mehr fürs Klima tun will?

Effizient ist gut, erneuerbar ist besser: Wenn Sie den Ausstoß von Treibhausgasen komplett vermeiden wollen, dann stellen Sie Ihre Heizungsanlage auf erneuerbare Energien um. Denn mit einem Biomassekessel, einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage heizen Sie nicht nur besonders umweltfreundlich, Sie machen sich auch unabhängig von Öl und Gas und deren Preisentwicklung.

Optimierungsmaßnahmen am bestehenden System

Nicht immer muss es gleich eine neue Heizungsanlage sein. nk einer Heizungsoptimierung spart man Energiekosten. Mit diesen kleinen Maßnahmen können Sie kostengünstig viel erreichen:

  • Hydraulischer Abgleich: Ein Fachmann stellt die Heizungsanlage so ein, dass jeder Heizkörper genau so viel Wärme erhält, wie er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.
  • Der Einbau einer neuen, hocheffizienten Umwälzpumpe spart sofort Strom – der Austausch rechnet sich schon nach zwei bis drei Jahren.
  • Dämmen Sie offen liegende Heizungs- und Warmwasserrohre. So vermeiden Sie unnötige Wärmeverluste.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt Eigenheimbesitzer dabei mit dem neuen Programm zur „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“. Klicken Sie hier für weitere Informationen: was wird genau gefördert, wie hoch ist die Förderung und wie kann man sie beantragen.

Verhaltensänderungen

Wie oft lüften Sie? Wie nah stehen Ihre Möbel an der Heizung? Mit einigen Tricks lassen sich ein paar Hundert Euro an Heizkosten sparen. In unsanierten Häusern lohnt sich das besonders:
Tipp: Ein Grad kühler: bis zu 115 Euro bei einer Gasheizung
Wer die Heizung minimal runterdreht, verliert nicht an Komfort. Er spart aber Geld. Die optimale Temperatur von Wohnräumen liegt laut der Deutschen Energie-Agentur (Dena) bei 19 bis 21 Grad. Im Schlafzimmer kann es weniger sein, aber nicht unter 16 Grad. Was bringt das? Jedes Grad weniger spart laut Experten rund sechs Prozent Heizenergie ein. Bei einem durchschnittlichen unsanierten Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und 22.500 Kilowattstunden Verbrauch pro Jahr lassen sich mit einer Gasheizung 1350 Kilowattstunden und damit etwa 115 Euro pro Jahr einsparen. Bei Heizöl macht es 65 Euro aus. Im teilsanierten Altbau mit 18.000 Kilowattstunden Verbrauch sind bei einer Gasheizung 1080 Kilowattstunden und 90 Euro möglich, mit Ölheizung 55 Euro.
Tipp: Stoß- statt Dauerlüften: bis zu 240 Euro im Jahr sparen
Dauerhaft gekippte Fenster kühlen einen Raum und seine Wände aus, man lüftet damit auch die teure Heizwärme weg. Daher raten Experten, besser stoß zu lüften – mehrfach am Tag für ein paar Minuten. Und am besten wird dabei für Durchzug etwa durch gegenüberliegende geöffnete Fenster gesorgt, dann tauscht sich die Luft noch schneller aus.
Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online gibt Empfehlungen, wie viele Minuten man in welchen Monaten gemäß der angenommenen Witterung lüften soll: im Oktober 12 bis 15 Minuten, im November acht bis zehn Minuten, Dezember bis Februar vier bis sechs Minuten.
Was bringt das? Co2online geht von einer Ersparnis von 12,5 Prozent bei den Heizkosten aus. Das macht in einem unsanierten Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche und Gasheizung mit einem Gesamtverbrauch von 22.500 Kilowattstunden 240 Euro pro Jahr (2812,5 Kilowattstunden).
Bei einer Ölheizung sind es etwa 140 Euro. Bei einem vergleichbaren, aber teilsanierten Gebäude mit einem Verbrauch von 18.000 Kilowattstunden sind 190 Euro mit Gasheizung und 110 Euro mit Ölheizung Ersparnis möglich (2250 Kilowattstunden). Der Deutsche Mieterbund rechnet mit Einsparmöglichkeiten von bis zu 200 Euro pro Heizsaison für eine vierköpfige Familie in einer entsprechend großen Wohnung, in der bisher die Fenster dauerhaft auf Kipp stehen im Winter. Außerdem droht bei ausgekühlten Wänden Schimmelbefall, denn bei Temperaturen unter 16 Grad kann sich laut Dena Feuchtigkeit bilden.
Tipp: Heizkörper entlüften: etwa 20 Euro im Jahr sparen
Befindet sich Luft in den Heizkörpern, können diese nicht richtig warm werden. Obendrein gluckern sie auch noch. Daher sollte man vor Beginn der Heizsaison die Heizkörper entlüften – indem man das Entlüftungsventil an der Seite aufdreht. Was bringt das? Die Beratungsgesellschaft co2online schätzt, dass jährlich 20 Euro Ersparnis bei den Heizkosten durch das Entlüften möglich sind. Das entspricht einer angenommenen Einsparung von 1,5 Prozent.
Tipp: Möbel von Heizung wegrücken: 15 Prozent Wärmeverlust vermeiden
Gardinen, die Heizkörper bedecken, oder Möbel, die direkt davor stehen, verhindern, dass sich die Wärme gut verteilt. Daher sollten die Heizkörper nach Möglichkeit immer frei bleiben. Was bringt das? Der Deutsche Mieterbund rechnet damit, dass so ein Wärmestau den Haushalt bis zu 15 Prozent der abgegebenen Wärme kosten kann.
Tipp: Mit Thermostatventil rund 155 Euro im Jahr sparen
Wer die Heizung minimal runterdreht, kann schon Geld sparen. Über einen programmierbaren Temperaturregler lässt sich die Wunschtemperatur einstellen, er kann aber auch zeitweise die Heizung abstellen oder die Wärmezufuhr an den Raum mindern – etwa bei Abwesenheit oder nachts, wenn man unter der warmen Decke liegt. Selbst in Mietshäusern können Bewohner ihre eigenen Thermostatventile installieren, diese gibt es ab rund 30 Euro im Handel oder über uns. Was bringt das? Laut co2online lassen sich mit programmierbaren Thermostaten etwa zehn Prozent Energie einsparen. Bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Fläche und acht Heizkörpern kann das Austauschen der über 15 Jahre alten Thermostatventile gegen programmierbare Modelle 155 Euro im Jahr Ersparnis bedeuten.